Ausgangslage
Der Arbeiter-Samariter-Bund Hessen ist einer der größten Landesverbände im deutschen Wohlfahrtssektor und verantwortet ein breites Spektrum sozialer Dienstleistungen – vom Rettungsdienst über Pflege und Kinder-/Jugendhilfe bis hin zu vielfältigen Bildungs- und Unterstützungsangeboten. In diesem komplexen Umfeld nahm die Zahl bereichsübergreifender Projekte in den vergangenen Jahren deutlich zu: Digitalisierungsinitiativen, Organisationsentwicklungen, neue Leistungsangebote und standortübergreifende Fachprojekte.
Die Anforderungen an Projektarbeit stiegen, doch die Ausgangsbedingungen waren sehr heterogen. Ehrenamtliche, Hauptamtliche, Führungskräfte und Projektmitarbeitende brachten unterschiedliche Erfahrungen, Methodenverständnisse und Erwartungen an Rollen und Abläufe mit. Gleichzeitig wurden die Projekte größer, dynamischer und interdisziplinärer. Entscheidungen mussten über mehrere Ebenen hinweg abgestimmt werden, und die Zusammenarbeit zwischen Lenkungsausschuss, Projektleitung und Projektteams gestaltete sich zunehmend herausfordernd.
Immer wieder zeigte sich, dass Projekte durch fehlende Klarheit an Grenzen gerieten – über Projektauftrag, Rollen, Steuerung und Zusammenarbeit. Genau hier setzte der Bedarf an einer gemeinsamen, verbindlichen Projektkultur und einem einheitlichen Vorgehen an.
Ziele und Absichten
Der ASB Hessen wollte deshalb ein gemeinsames Fundament schaffen – eine klare, konsistente Projektkultur, ein verbindliches Projektmodell und ein Verständnis davon, wie man Projekte im Verbandskontext wirkungsvoll führt und steuert.