Unsere Vergangenheit bestimmt nicht unsere Zukunft!


Wir leben in einer Welt, die Kausalität liebt. Erklärungen, warum sich etwas in dem einen Fall so entwickelt oder im anderen Fall nicht so gestaltet hat, bestimmen unseren Alltag – beruflich und privat. In dieser kausalen Erklärungswelt wird typischerweise auch gerne unsere Vergangenheit als Grund für unser aktuelles beziehungsweise zukünftiges Agieren herangezogen.

Sicherlich hat unsere Vergangenheit einen Einfluss auf unsere Gegenwart oder auch auf unsere Zukunft. Aber: Sie bestimmt sie nicht. Dies gilt es insbesondere für unsere inneren Einstellungen – also unser Denken – zu beachten. Egal wie dramatisch Erlebnisse, Ereignisse oder Erfahrungen auch gewesen sein mögen, sie sind nicht kausal und final für die Prägung unseres Denkens verantwortlich. Wir können hier eingreifen und unsere inneren Einstellungen verändern.

Gestalter meines Denkens oder Opfer meiner Umstände?

„Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit.“ Diesen Satz habe ich vor einigen Jahren gehört und er hat mich sehr bewegt. Der Trainer Günter Schricker hat damit nur eines ausdrücken wollen: Was in der Vergangenheit passiert ist, ist passiert. Aber wie wir heute darüber denken und die Ereignisse bewerten, können wir jederzeit selbst neugestalten.

In diesem Kontext ist eine Frage sehr passend: Bin ich Gestalter meines Lebens oder Opfer meiner Umstände? Mit einer kleinen Änderung gehört die Frage noch besser an diese Stelle: Bin ich Gestalter meines DENKENS oder Opfer meiner Umstände?

Zum Glück sind unsere Denkmuster nicht in Stein gemeißelt

Die Opferrolle einzunehmen ist einfach und erscheint zunächst auch komfortabel. Viel herausfordernder und initial natürlich auch anstrengender ist es da schon die Rolle „Gestalter“ auszufüllen. Allerdings ist dies auch lohnenswerter. Dabei geht es darum, an unseren inneren Einstellungen so zu arbeiten, dass wir schließlich ein Denken haben, mit dem wir uns auf eine gewünschte Wirkung ausrichten.

Denn gerade unsere Denkmuster sind der Schlüssel für unsere Erfolge oder Misserfolge. Und zum Glück sind diese nicht in Stein gemeißelt und für immer aufgrund unserer Prägung festgelegt. Wir können sie ändern – auch wenn dies im Einzelfall anstrengend und auch langatmig sein kann. Das Ergebnis ist es den Aufwand aber immer Wert.