Mindset – Trendbegriff oder Schlüssel zum Erfolg?


Immer häufiger liest und hört man den Begriff Mindset. Typischerweise geht es dabei darum, das richtige Mindset zu haben oder aufzubauen – egal ob es um ein Corporate-Mindset, Team-Mindset, Personal-Mindset, etc. geht. Aber: Was genau ist ein Mindset? Warum ist es so wichtig, das richtige Mindset zu haben? Und vor allen Dingen: Wie kann ich mein Mindset gezielt ausrichten?

Lassen Sie uns vorne beginnen – mit der ersten Frage:

Was genau ist ein Mindset?

Letztlich lässt sich ein Mindset am einfachsten als eine persönliche Sammlung von Grundüberzeugungen, Glaubenssätzen oder Prinzipien beschreiben. Es definiert also vor allen Dingen unser grundsätzliches Denken und damit typischerweise auch unsere inneren Einstellungen.

Geht es um mehr als eine Person (also zum Beispiel bei einem Team-Mindset oder Corporate-Mindset) wird damit häufig eine vorherrschende Kultur beschrieben. Also zum Beispiel die Teamkultur oder die Unternehmenskultur – und zwar nicht abstrakt und qua Definition in der Image-Broschüre, sondern ganz konkret in Bezug auf vorherrschende Haltungen und Denkweisen in dem jeweiligen System.

Warum ist es so wichtig, das „richtige“ Mindset zu haben?

Ein Mindset spiegelt also immer das grundsätzliche Denken von Einzelnen oder sogar ganzen Organisationen wider. Und deshalb ist das „richtige“ Mindset so wichtig: Denn tatsächlich haben unsere inneren Einstellungen einen großen Effekt darauf, wie wir uns in unterschiedlichen Situation verhalten. Mit anderen Worten: Unser Denken bestimmt unser Verhalten und damit dann natürlich auch die jeweilige Wirkung, die wir erzielen.

Ein einfaches Beispiel: Ist mein Mindset durch Grundüberzeugungen wie „Was schiefgehen kann, wird sowieso schiefgehen“ oder „Letztlich fehlt immer irgendetwas für den echten Erfolg“ gekennzeichnet, dann wird mein Verhalten auch genau durch diese negativen Annahmen gesteuert werden. Der Effekt ist absehbar – und die Wirkung damit negativ.

Anders dargestellt: Wenn mein Verhalten ein Pfeil ist, dann ist mein Mindset der Bogen. Und je nachdem in welche Richtung ich den Bogen halte, so wird dann auch der Pfeil fliegen. Übersetzt heißt dies: Wenn ich mein eigenes Verhalten (den Pfeil) oder das meines Teams auf ein bestimmtes Ziel konzentrieren will, dann muss ich auch meinen Fokus darauf lenken und deshalb das Mindset (den Bogen) auf das gewünschte Ziel ausrichten.

Somit ist das „richtige“ Mindset also das Set an inneren Einstellungen, mit denen ich am ehesten eine gewünschte Wirkung erziele. Dies nennt sich wirkungsorientiertes Denken oder ein wirkungsorientiertes Mindset.

Wie kann ich mein Mindset gezielt ausrichten?

Mindset-Coaching ist eine transparente Methode, mit der ich meine inneren Einstellungen gezielt beeinflussen und damit mein Mindset wirkungsorientiert ausrichten kann. Dabei lege ich zunächst fest, welche neuen oder anderen Denkweisen ich etablieren möchte, um diese dann gezielt zu verankern. Diese Verankerung kann nur dann funktionieren, wenn ich kontinuierlich geeignete Denkimpulse setze, die eine kurze Auseinandersetzung mit dem gewünschten Denken auslösen und damit für eine nachhaltige Verankerung sorgen. Wir nennen diese Denkimpulse „Mindtrigger“, weil sie unsere Erinnerung „triggern“, also anregen, sollen.

Als neurowissenschaftlich fundiertes Format unserer Mindtrigger dient dabei das 3R-Axiom®, das sich als praktikabel und effektiv erwiesen hat, da es die wesentlichen Elemente der Lehr-Lernforschung berücksichtigt. Die drei „R“ definieren den grundsätzlichen Aufbau dieser Denkimpulse – und zwar völlig unabhängig davon, ob sie mündlich oder schriftlich, persönlich in Präsenzterminen oder als Online-Mindtrigger vom Mindset-Coach vermittelt werden.

Lassen Sie uns einen kurzen Blick auf die Struktur werfen, die das 3R-Axiom® für einen dieser Mindtrigger vorgibt:

1R – Reduzieren
Das erste „R“ (Reduzieren) sorgt dafür, dass die gewünschte Denkweise als kurzer, anwendbarer und leicht merkbarer Leitdanke formuliert wird – zum Beispiel als ein einprägsames Wirkungsprinzip.

2R – Referenzieren
Im zweiten Schritt geht es darum, den Merksatz zum Leben zu erwecken und damit greifbar zu machen, indem er über Beispiele oder Geschichten gut nachvollziehbar illustriert wird. Bei einem vermittelten Wirkungsprinzip bietet sich hier ein Beispiel aus der Praxis an, wo das jeweilige Prinzip bereits zum Einsatz gekommen ist.

3R – Reflektieren
Das dritte „R“ stellt den wichtigsten Schlüssel dar: eine gezielte Reflexion. Über geeignete selbstreflexive Fragen soll der Adressat die Beispiele oder Geschichten auf sich und seine persönliche Situation und auch das Wirkungsprinzip auf seinen Alltag beziehen. Hierbei helfen insbesondere Fragen dazu, wie er in dem zuvor dargestellten Beispiel reagiert hätte.

Und damit das Mindset-Coaching auch wirklich nachhaltig geschieht, sieht das 3R-Axiom® noch eine weitere Ebene vor:

3R hoch n – Reaktiveren
Denn tatsächlich reicht ein Mindtrigger allein nicht aus, um eine gewünschte Denkweise wirklich zu verankern. Deshalb gilt es, den Adressaten regelmäßig mit Mindtriggern zu versorgen – dabei sollte der Merksatz jeweils gleichbleiben (1R) aber die Beispiele oder Geschichten (2R) und die reflexiven Fragen (3R) entsprechend immer wieder variiert und damit interessant gestaltet werden.

Mithilfe des 3R-Axioms® können Sie die Denkimpulse also so mit Inhalten füllen, dass diese auch wirklich nachhaltig verankert werden. Unser Denken ist der Schlüssel für unsere Wirkung und damit letztlich auch für unseren Erfolg. Das richtige Mindset ist dafür eine Grundvoraussetzung, denn Erfolg beginnt im Kopf!

Mindset-Coaching


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